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Richtigstellung

In einem jüngst erschienen Zeitschriftenartikel (ÖKO-TEST Magazin 09-2017, S. 42ff.) wurde unter anderem über eine an der Leibniz Universität Hannover durchgeführte ernährungsphysiologische Studie berichtet. Die dortige Darstellung ist allerdings unvollständig, tendenziös und sinnentstellend. Tatsächlich stellt sich der dort geschilderte Sachverhalt wie folgt dar.

1. Für die im Rahmen einer vertraglichen Forschungs- und Entwicklungskooperation mit einem Industrieunternehmen durchgeführte Studie zeichnet hinsichtlich Planung, Durchführung, Auswertung und Publikation ausschließlich die Leibniz Universität Hannover verantwortlich. Der Auftraggeber hat in keiner Phase des Projekts Einfluss genommen.

2. Die Studie wurde in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki (in der aktuellen Version von Fortaleza, 2013, elektron. Pub.) geplant und entsprechend durchgeführt. Zusätzlich fanden bei der Durchführung der Studie die Prinzipien der „Good Clinical Practice“ (GCP) Beachtung.

3. Zur Bestimmung und Berechnung des Glykämischen Index‘ wurde ein wissenschaftlich international anerkanntes Verfahren entsprechend 26642:2010:E (Food products – Determination of the glycaemic index (GI) and recommendation for food classicfication) genutzt. Dieses sieht eine Mindestzahl von 10 Probanden vor. Mit 20 Probanden, die jeweils alle Prüfprodukte erhalten (sog. „Cross-Over-Studie“) wurden diese Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern sogar weit überschritten.

4. Die Studie wurde in einer internationalen Zeitschrift veröffentlicht, nachdem sie  einem unabhängigen wissenschaftlichen Begutachtungsverfahren („peer review“)  unterzogen wurde.

5. Die Nutzung der Publikation zu werblichen Zwecken sowie damit verbundene Darstellungen der Ergebnisse durch den Auftraggeber waren der Universität weder bekannt, noch hat sie daran mitgewirkt.