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Vitamin- und Mineralstoffversorgung bei Frauen in Deutschland – Bundesweite Querschnittsstudie

Beschreibung: Ziel der epidemiologischen Querschnittsstudie ist es, den Nährstoffstatus bei Frauen in speziellen Lebenslagen zu bestimmen. Hierbei soll analysiert werden, ob ein Mangel an bestimmten, für die Lebensphase wichtigen, Nährstoffen besteht. Zudem soll in allen Lebenslagen die Versorgung mit Vitamin D untersucht werden. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D steht grundsätzlich im Zusammenhang mit der Vorbeugung bzw. Behandlung von zahlreichen Krankheitsbildern wie Frakturen, kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes mellitus, entzündlichen Erkrankungen sowie frühzeitigem Tod.

In den einzelnen Zielgruppen werden zusätzlich die folgenden Nährstoffe untersucht:

Junge Frauen vor der Familienphase: Bestimmung des Folsäure- und Vitamin B6-Status. Etwa 60% der jungen Frauen nehmen östrogenhaltige Verhütungsmittel ein, die den Folsäure- und Vitamin B6-Status herabsetzen können.

Frauen mit Kinderwunsch und in der Schwangerschaft (bis Ende des 2. Trimesters): Bestimmung des Folsäure- und Vitamin E-Status. Eine unzureichende Zufuhr von Folsäure erhöht das Risiko von Neuralrohrdefekten. Vitamin E besitzt antioxidative Eigenschaften und bietet damit einen Schutz für Mutter und Kind.

Frauen in der späten Schwangerschaft (ab dem 3. Trimester) und in der Stillzeit: Bestimmung des Folsäure- und Omega 3-Status. Neben dem Schutz vor Neuralrohrdefekten besteht in der Schwangerschaft aufgrund des Wachstums des Ungeborenen vor allem zum Ende der Schwangerschaft ein Mehrbedarf an Folsäure. Omega-3 Fettsäuren sind für das Wachstum des Fötus und die frühkindliche Entwicklung, insbesondere für die Gehirnentwicklung und Ausbildung des Sehvermögens, von essentieller Bedeutung.

Frauen unter familiärer und/oder beruflicher Mehrbelastung: Bestimmung des Vitamin E- und Magnesium-Status. Vitamin E schützt vor Krebs, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems. Eine unzureichende Zufuhr von Magnesium kann zu Beeinträchtigungen im Bereich des Nervensystems, Herzkreislaufsystems oder Magen-Darm-Trakts führen.

Frauen vor der Menopause (Prämenopause): Bestimmung des Zink- und Omega 3-Status. Ein Zinkmangel kann zu Haarausfall, verzögerter Wundheilung oder Immunschwäche führen. Omega 3-Fettsäuren schützen durch ihre entzündungshemmende Wirkung vor Herzkreislauferkrankungen.

Leitung: Prof. Dr. Hahn

Bearbeitung: Dr. Inga Schneider, MSc. Sandra Gellert

Laufzeit: seit 2013